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Männer-Checkup

 

Inhalt

Und wann waren Sie beim Checkup?

Warum ein Checkup für Männer?

Die meisten Männer lieben ihr Auto mehr als ihre Gesundheit. Und wenn doch mal etwas zwickt, ignorieren sie es, statt auf die Signale ihres Körpers zu hören. Dabei sind Männer öfter krank als Frauen und haben eine niedrigere Lebenserwartung.

Warum Vorsorge-Untersuchungen?

Mit den Vorsorge-Untersuchungen sollen Gefahren für die Gesundheit rechtzeitig erkannt werden. Denn für viele Krankheiten gilt: Je früher sie diagnostiziert werden, desto größer sind die Heilungschancen.
Manche Krankheiten lassen sich sogar ganz vermeiden, wenn entsprechende Risikofaktoren rechtzeitig bemerkt werden, und der Patient bereit ist, bestimmte Lebensgewohnheiten zu ändern.

Wo lauern die Hauptgefahren?

Die meisten Männer sterben an einem Herzinfarkt. Jährlich erkranken ca. 130.000 Männer an einem Herzinfarkt, über 34.000 starben daran allein im Jahr 2003. An Krebs erkranken jährlich 200.000 Männer, davon 40.000 an Prostatakrebs, 32.000 an Darmkrebs.

Welche Vorsorgemaßnahmen gibt es?

Die Ärzte bieten für alle ab 35 Jahren einen Gesundheits-Check-up an, ab 45 die Krebsvorsorge. Dabei können Risikofaktoren identifiziert und Erkrankungen frühzeitig festgestellt werden. Eine Chance, die jeder nutzen sollte - leider tut das bisher nur jeder fünfte Mann.


Gesundheits-Check-up

Diese Gesundheitsuntersuchung können Frauen und Männer mit Beginn des 36. Lebensjahres alle zwei Jahre in Anspruch nehmen. Sie dienen der Früherkennung solcher häufig auftretenden Krankheiten, die wirksam behandelt werden können und deren Vor- oder Frühstadium durch diagnostische Maßnahmen erfassbar ist.
Der Gesundheits-Check-up hilft, vor allem Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Nierenerkrankungen sowie eine Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) rechtzeitig zu erkennen, denn es gibt eine Reihe von Risikofaktoren, die diese Krankheiten begünstigen.

Der Arzt erhebt die Eigen-, Familien- und Sozialanamnese und ermittelt im Gespräch und durch eine entsprechende Untersuchung (Ganzkörperstatus) das individuelle Risiko-Profil jedes Patienten. Blutuntersuchungen (Gesamtcholesterin und Glukose) und Urinuntersuchungen (Eiweiß, Glukose, rote und weiße Blutkörperchen, Nitrit) geben weiteren Aufschluss über den Gesundheitszustand.
Nach der Untersuchung informiert der Arzt seinen Patienten über das Ergebnis der durchgeführten Gesundheitsuntersuchung und erörtert mit ihm die möglichen Auswirkungen im Hinblick auf die weitere Lebensgestaltung. Dabei spricht der Arzt insbesondere das individuelle Risikoprofil an und bespricht mit dem Patienten, soweit medizinisch erforderlich, eine Änderung der Lebensgewohnheiten.
Bei Vorliegen oder Verdacht auf eine Krankheit wird der Arzt dafür Sorge tragen, dass eine weitergehende gezielte Diagnostik erfolgt und gegebenenfalls therapeutische Maßnahmen eingeleitet werden.

Jährliche zahnärztliche Untersuchung

Erwachsene können sich auf Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten untersuchen lassen. Diese Untersuchung ist zweimal jährlich kostenfrei. Der zeitliche Abstand der Kontrolluntersuchungen beträgt mindestens vier Monate.

Bei der Kontrolluntersuchung erfolgt eine Inspektion der Zähne, des Zahnbettes, der Mundschleimhaut, der Kaumuskulatur und der Kiefergelenke. Zahnstein kann der Zahnarzt einmal im Jahr kostenfrei entfernen. Der Zahnarztbesuch sollte in einem Bonusheft vermerkt werden.

Praxisgebühr?

Für alle genannten Vorsorgeuntersuchungen ist keine Praxisgebühr zu zahlen. Dies gilt auch für die Befundmitteilung und die Beratung im Rahmen der Früherkennungsuntersuchung, sowohl für Frauen als auch für Männer.

Krebsvorsorge

Frauen können diese Vorsorge-Untersuchung ab dem Alter von 20 Jahren jährlich in Anspruch nehmen. Untersucht werden dabei die Genitalorgane. Ab dem Alter von 30 Jahren sind auch die Untersuchung der Brust und der Haut Bestandteil der Krebsvorsorge-Untersuchung. Neben der klinischen Untersuchung entnimmt der Arzt grundsätzlich einen Abstrich von der Schleimhautoberfläche, der auf Krebszellen untersucht wird.

Ab dem Alter von 50 Jahren werden darüber hinaus jährlich der Enddarm und der übrige Dickdarm untersucht. Ab dem Alter von 50 Jahren bis zur Vollendung des 55. Lebensjahres besteht Anspruch auf die jährliche Durchführung eines Schnelltests auf okkultes (nicht sichtbares) Blut im Stuhl.

Frauen ab 50 Jahren haben darüber hinaus bis zur Vollendung des 70. Lebensjahres grundsätzlich alle zwei Jahre Anspruch auf Früherkennung von Krebserkrankungen der Brust durch das so genannte Mammographie-Screening. Hierbei handelt es sich um ein Programm zur Früherkennung von Brustkrebs.

Männer können die Krebsvorsorge-Untersuchung ab dem Alter von 45 Jahren jedes Jahr durchführen lassen. Untersucht werden die Prostata, die äußeren Genitalorgane und die Haut. Ab dem Alter von 50 Jahren werden außerdem der Enddarm und der übrige Dickdarm untersucht. Ab dem Alter von 50 Jahren bis zur Vollendung des 55. Lebensjahres besteht Anspruch auf die jährliche Durchführung eines Schnelltests auf okkultes Blut im Stuhl. Ab 35 Jahre ist alle 2 Jahre eine Hautkrebsuntersuchung vorgesehen.

Darüber hinaus steht allen Versicherten ab dem Alter von 55 Jahren die Koloskopie (endoskopische Untersuchung des gesamten Dickdarms) als Früherkennungsmaßnahme zur Verfügung. Frühestens zehn Jahre nach Durchführung der ersten Koloskopie besteht Anspruch auf eine zweite Koloskopie. Bei dieser Untersuchung können Polypen (frühe Vorstadien eines möglichen Dickdarmkrebses) erkannt und sofort entfernt werden.

Wird die Früherkennung per Koloskopie ab dem Alter von 55 Jahren nicht durchgeführt oder schließt sich keine zweite Koloskopie frühestens zehn Jahre nach der ersten Koloskopie an, besteht Anspruch auf die zweijährliche Durchführung der Untersuchung auf okkultes Blut im Stuhl.

Praxisgebühr?

Für alle genannten Vorsorgeuntersuchungen ist keine Praxisgebühr zu zahlen. Dies gilt auch für die Befundmitteilung und die Beratung im Rahmen der Früherkennungsuntersuchung, sowohl für Frauen als auch für Männer.

Check-up 35 und Krebsfrüherkennung für Männer

Alter Früherkennung folgender Krankheiten Zeitraum
ab 35 Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
Nierenerkrankungen, Diabetes (Zucker),
Hautkrebs
alle 2 Jahre
ab 45 Prostatakrebs, Hautkrebs
(Tastuntersuchung, Inspektion)
jährlich
ab 50 Darmkrebs
(Tastuntersuchung, Stuhlbluttest)
jährlich
ab 55 Darmkrebs (2 Darmspiegelungen)
2. Darmspiegelung nach 10 Jahren
bei unauffälligem Erstbefund und
Beschwerdefreiheit oder zweijährlicher
Test auf Blut im Stuhl
 

Quelle: Techniker Krankenkasse und Landeszentrale für Gesundheitsförderung in RLP e.V. (LZG)

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